| Afrika |
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Die aktuelle Lage in Afrika, d. h. die Lage seit den 90er Jahren , seit dem Ende des Ost-West-Konfliktes, hat sich kaum gebessert. Über 186 Millionen Menschen, ein Drittel der gesamten Bevölkerung Afrikas, leiden immer noch an Unterernährung, darunter allein 31 Millionen Kinder unter 5 Jahren. Zu den ärmsten Ländern zählen z.B. Burundi, Niger, Sierra Leone und Mosambik.
Neben der mangelhaften Versorgung mit Nahrungsmitteln haben viele Staaten mit weiteren Übeln zu kämpfen. HIV/AIDS und andere Krankheiten breiten sich aufgrund der schlechten Gesundheits- und Bildungssysteme immer stärker aus. Fast ein Viertel der Menschen hat keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser.
Auch insgesamt ging der Lebensstandard in Afrika trotz aller Anstrengungen weiter zurück und liegt jetzt teilweise so niedrig wie seit den 70ern nicht mehr. Viele Menschen müssen mit nur $1 US pro Tag auskommen. Hohe Analphabetenquoten und eine geringe Lebenserwartung (in Sambia bspw. nur rd. 30 Jahre; Japan hingegen > 80 Jahre) sind weitere Ausprägungen der Missstände in Afrika.
Jahrzehntelange Unterdrückung und Bürgerkriege führten zu wirtschaftlichem Chaos. Viele Staaten können aus eigenen Mitteln die Not leidende Bevölkerung nicht mehr versorgen. Ohne geregelte Abläufe, ohne die finanziellen Möglichkeiten Nahrungsmittel zu erwerben, sind die Menschen auf die Hilfe ausländischer Organisationen angewiesen.
PROJEKT I:
„Nächstenliebe leben“ -Projektpartner: Misereor
Die Immunschwäche-Krankheit Aids ist innerhalb der letzten Jahre zu einer der größten Katastrophen in vielen afrikanischen Ländern geworden. Besonders betroffen sind hier Länder südlich der Sahara, in denen etwa 20 % der Erwachsenen mit dem HIV Virus infiziert sind. Als Folge dieser hohen Infektions- und Erkrankungsraten verlieren pro Jahr auch etwa 4 Millionen Kinder ihre Eltern. Von daher ist neben einer Versorgung der an Aids erkrankten Personen auch eine ortsnahe Versorgung der Waisenkinder notwendig und wichtig. Hierzu hat Misereor, zusammen mit einheimischen Freiwilligen, in den drei Ländern Kenia, Sambia, oder Südafrika ein Hilfsnetzwerk aufgebaut. Die Hilfe umfasst: - Aufklärungsarbeit - Besuch und medizinische Versorgung HIV-Infizierter Personen - Bereitstellen notwendiger Medikamente zum Beispiel gegen Fieber, Schmerzen oder Erbrechen - Begleitung Sterbender und deren Familien sowie die Versorgung von Waisenkindern - Unterstützung von Kinderhaushalten
Gerade die Unterstützung und der Umgang mit den Kinderhaushalten zeigt die besondere Vorgehensweise von Misereor. Das Ziel ist hier nicht die Kinder in Heimen oder Jugenddörfern unterzubringen um Ihnen eine (nach westlichen Standards) unbeschwerte Kindheit zu ermöglichen. Die Kinderhaushalte, in denen die Kinder oft erstaunlich gut organisiert sind und über eine beeindruckende Kreativität und Stärke verfügen, sollen vielmehr aufrechterhalten und in Rücksprache mit den betroffenen Kindern unterstützt und geschützt werden.
Diese Hilfe zur Selbsthilfe möchten wir gerne fördern und unterstützen. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.misereor.de (Projekt „Nächstenliebe leben“ –P10001). Die aufgeführten Informationen wurden von Misereor zur Verfügung gestellt.
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